Beier, Henning M.

Prof. em. Dr. med. Dr.rer.nat.

Emeritus, ehem. Direktor des Instituts

für Anatomie und Reproduktionsbiologie

Medizinische Fakultät der RWTH Aachen

geboren am 26.10.1940 in Gudensberg/Kassel

verheiratet mit der Ärztin Dr. med. Karin Beier-Hellwig

Ausbildung:

1960-1970 Studium der Fächer Biologie, Chemie und

Medizin an den Universitäten Marburg/Lahn und Freiburg/Breisgau

1962, 1964 Studien- und Forschungsaufenthalte am Max-Planck-Institut für Tierzucht Mariensee/Neustadt a.R. (Entwicklungsbiologische Abteilung Prof. Gottschewski)

1962 Studien- und Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut für Verhaltensforschung Seewiesen/Obb. (Verhaltensbiologische Studien bei  Prof. Konrad Lorenz und Chronobiologische Studien bei Prof. Jürgen Aschoff)

1967 Promotion zum Dr.rer.nat. der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Philipps-Universität Marburg mit dem Schwerpunkt Biologie und Embryologie (Doktorvater: Professor Friedrich Seidel), Thema der Dissertation: Biochemisch-entwicklungsphysiologische Untersuchungen am Proteinmilieu für die Blastozystenentwicklung des Kaninchens (Oryctolagus cuniculus)

1971 Promotion zum Dr. med. der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg mit dem Schwerpunkt Zellbiologie/Elektronenmikroskopie und Biochemie (Doktorvater: Professor Gerhard Petry), Thema der Dissertation: Die Pseudogravidität des Kaninchens nach Stimulierung mit Choriongonadotropin.

1974 Habilitation für die Fächer Anatomie und Reproduktionsbiologie an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität Kiel bei Professor Wolfgang Bargmann

Beruflicher Werdegang:

1964-1967 Wissenschaftliche Arbeit im Forschungslaboratorium der Behringwerke/Hoechst AG in Marburg-Marbach zum Anfertigen der Doktorarbeit (Forschungsleiter: Professor Hermann E. Schultze) 1966 Entdeckung des progesteronabhängigen Proteins „Uteroglobin“

1968-1971 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Anatomie der Philipps-Universität Marburg

1970 Sondergutachter für die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit dem Auftrag, die neugegründeten Forschungszentren für Reproduktionsbiologie in den USA zu besuchen und zu evaluieren (Worcester Foundation, Shrewsbury Mass.; LHRHB Harvard, Boston; Cornell Univ. New York; New Bolton, Philadelphia PA; Wayne State Univ. Detroit; Univ. California, San Fransisco; Univ. of Colorado, Boulder Col.; NIH Bethesda Maryland; Univ. Virginia Charlottsville, VA)

September 1971 bis Oktober 1974 Wissenschaftlicher Assistent am Anatomischen Institut der Christian-Albrecht-Universität, Kiel

1972-1985 Research Consultant im „Special Program on Human Reproduction“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Genf

1974-1978 Professor (H3) für das Lehr- und Forschungsgebiet  Anatomie und für Reproduktionsbiologie an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen

1975-1976 Gastprofessor am N.I.H. (USA),

Wissenschaftliche Arbeiten am National Institute of Environmental Health Sciences, Reproductive Toxicology Branch, Research Triangle Park, North Carolina.

Grundlegende Arbeiten zur In-vitro-Kultur von Säugetierembryonen und zur In-vitro-Fertilisation (IVF) in Zusammenarbeit mit Dr. Ralph R. Maurer und Dr. John McLachlan.

1976-2000 Vertrauensdozent und Auswahlausschussmitglied der Studienstiftung des deutschen Volkes

1978 bis 2007 o. Professor (H4) und Direktor des Instituts für Anatomie und Reproduktionsbiologie an der RWTH Aachen, 1980-2007 Universitätsprofessor (C4) und Direktor

Berufung auf den ersten Lehrstuhl für Reproduktionsbiologie an einer deutschen humanmedizinischen Fakultät 1978 (Medizinische Fakultät der RWTH Aachen)

1985-1992 Senator der RWTH Aachen (viermal von der Medizinischen Fakultät wiedergewählt)

1986-1987 Dekan der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen 

1988-1992 Prodekan der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen (zweimal von der Medizinischen Fakultät wiedergewählt) 

1992-2008 Vorsitzender der Jury für die Vergabe des Friedrich-Wilhelm-Preises der RWTH Aachen (Friedrich-Wilhelm-Stiftung der RWTH Aachen) (gewählt vom Senat der RWTH) 

1993-1995 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (früher: Studium der Fertilität und Sterilität)

1994-2006 Kurator der Friedrich-Wilhelm-Stiftung der RWTH Aachen (dreimal wiedergewählt vom Senat der RWTH)

1996 Berufung zum Berater für das Bundesministerium für Gesundheit und für die Bund-Länder-Kommission ‘Fortpflanzungsmedizin’

1997 Berufung zum Berater für das Bundesministerium der Justiz für die beabsichtigte Novellierung des Embryonenschutzgesetzes

1997-2000 Research Consultant und Reviewer im Forschungsprogramm "Implantation Inhibition" der Rockefeller Foundation und der Weltgesundheitsorganisation Genf (WHO)

2000-2006 Berufung zur Ombudsperson der RWTH Aachen

Zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis an der RWTH Aachen und Selbstkontrolle der Wissenschaft im Sinne des DFG-Senats berufen für die Amtszeit vom 1.6.2000 bis zum 27.10.2003 und vom 28.10.2003 bis zum 27.10.2006

2002-2005 und 2005-2008 Berufung für jeweils drei Jahre in die Zentrale Ethikkommission für Stammzellforschung der Bundesregierung am Robert-Koch-Institut, Berlin

Wahl (2002) und Wiederwahl (2005) zum stellv. Vorsitzenden der Kommission

2001-2002 Bestellung zum Offiziellen Ansprechpartner der RWTH Aachen für das Stammzellnetzwerk Nordrhein-Westfalen

WS 2002/03 bis SS 2005 Berufung zum Kommissarischen Direktor des Lehrstuhls für Anatomie I der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen

2007 Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat der von Behring-Röntgen-Stiftung zur Förderung der Medizin an den Universitäten Marburg und Gießen

Publikationen:

1982  H.M. Beier and P. Karlson "Proteins and Steroids in Early Pregnancy" Springer Verlag Berlin Heidelberg New York 

1983  H.M. Beier and H.R. Lindner  „Fertilization of the Human Egg In Vitro“ Springer Verlag Berlin Heidelberg New York

1985-1997  Mitherausgeber der Zeitschrift "Fertilität" (Springer Verlag, Heidelberg)

1985-1998 Associate Editor der Zeitschrift „Human Reproduction“ (Oxford University Press, England)

1994  H.M. Beier and I.M. Spitz "Progesterone Antagonists in Reproductive Medicine and Oncology" Oxford University, England

1994-1998 Associate Editor der wissenschaftlichen Zeitschrift "Human reproduction update" (Oxford University Press, England)

1994-2002  Mitglied des Editorial Board der wissenschaftlichen Zeitschrift "Reproductive Medicine Reviews" (Cambridge University Press, England)

Seit 1996  Herausgeber der Monographien-Reihe „Fortschritte der Anatomie, Embryologie und Reproduktionsbiologie“ Shaker Verlag, Aachen

1998-2003 Mitherausgeber der wissenschaftlichen Zeitschrift "Reproduktionsmedizin" (Springer Verlag, Heidelberg)

Seit 2000 Mitherausgeber der wissenschaftlichen Zeitschrift "Reproductive biomedicine online (Journal und Online-Version in Reprod. Biomedicine, Chefherausgeber R.G. Edwards), Cambridge, UK

Seit 2004 Mitherausgeber der wissenschaftlichen Zeitschrift "Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie", Offizielles Organ der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, des Dachverband für Reproduktionsbiologie und -medizin, und weiterer deutscher, österreichischer und schweizerischer Fachgesellschaften, Verlag Krause und Pachernegg, Gablitz/Österreich

Mitgliedschaften

1985-1992 Mitglied des Vorstands der Zentralen Ethikkommission beim Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer, Köln

1989 Mitglied der ersten Gutachterkommission der Studienstiftung des deutschen Volkes zur Aufnahme der Förderung von Stipendiaten der neuen Bundesländer (Jena)

1989-2001 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung P. E. Kempkes, Stiftung zur Förderung der humanmedizinischen Forschung, Marburg/Lahn 

1990-1993 Mitglied im Executive Committee der ESHRE (Vorstandsmitglied, European Society for Human Reproduction and Embryology) 

1990-1997 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Primatenzentrums, Göttingen (gewählt für zwei Amtsperioden)

1991-2009 Mitglied des Kuratoriums der Studienstiftung des deutschen Volkes (zweimal wiedergewählt. 2006 zum stellv. Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt) 

1995-1999 Mitglied der Kommission „Methoden und Richtlinien der Assistierten Reproduktion“ des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer 

1995-2002 Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Karl Ernst von Baer-Museums der Universität Tartu (Dorpat), Tartu/Estland 

1995-2001 Mitglied des Executive Committee der International Federation of Fertility Societies (IFFS) 

2000-2002 Mitglied der Kommission „Einsatz zellbiologischer Methoden in der Medizin“ d. Wissensch. Beirats d. Bundesärztekammer

Seit 2000 Mitglied des Vorstands der Vereinigung der Freunde und Ehemaligen der Studienstiftung des deutschen Volkes e.V. 

2003 wiedergewählt, 2006 wiedergewählt und zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands gewählt

Ehrungen:

1974 „Schoeller-Junkmann-Preis für die gesamte Endokrinologie“ der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie für die Arbeit „Die hormonelle Steuerung der Uterussekretion und frühen Embryonalentwicklung des Kaninchens“ (Erster Preis von insgesamt drei vergebenen Preisen 1974)

1974 „Doederlein-Preis für Grundlagenforschung in der Gynäkologie“ gemeinsam mit Frau Dr. med. Karin Beier-Hellwig. Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe für die Arbeit „Specific secretory proteins of the female genital tract“

1992 „Karl-Ernst-von-Baer-Medaille“ der Estnischen Akademie der Wissenschaften für besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Embryologie und Fortpflanzungsbiologie

1993 Forschungspreis der W. Gehring-Stiftung für besondere Leistungen auf dem Gebiet der reproduktionsmedizinischen Grundlagenforschung, gemeinsam mit Frau Prof. Dr. med. Christa Hegele-Hartung, Frau Dr. med. Karin Beier-Hellwig und Frau Dr. rer. nat. Ursula Mootz (Aachen)

1998 Berufung zum ordentlichen Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher „Leopoldina“ (ML)

2000 NIH (Bethesda,Md./USA) Anläßlich der internationalen Konferenz „The Uteroglobin/Clara Cell Protein Family“ Verleihung der „Distinguished Scientist Plaque for the discovery of Uteroglobin“

2005 Fellow of the International Academy of Human Reproduction, Genf und Jerusalem

2006 Berufung zum ordentlichen Mitglied der ACATECH, Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften e.V., seit 2008  "Deutsche Akademie für Technikwissenschaften"

2007 Ernennung zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin

 

 

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