Sitz

Die Von Behring-Röntgen-Stiftung hat ihren Sitz im Westteil des Landgrafenschlosses in Marburg.

Die Geschichte des historisch bedeutenden Bauwerks reicht zurück bis ins 11. Jahrhundert, wo es Sitz der thüringischen Landgrafschaft war. Nach deren Aussterben machte Sophie von Brabant, eine Tochter der Heiligen Elisabeth von Thüringen, Erbansprüche für ihren Sohn Heinrich geltend.

Unter Heinrich I. wurde die einstige Landgrafenburg im 13. Jahrhundert zur Residenz und Festung der ersten hessischen Landgrafschaft ausgebaut. Die Schlosskapelle und der Saalbau mit dem Fürstensaal, der als größter gotischer Profanraum Deutschlands gilt, entstanden im 14. Jahrhundert.

In den folgenden Jahrhunderten wurde das eindrucksvolle Gebäude stetig erweitert und im 16. Jahrhundert schließlich als Schloss genutzt.

Eine besondere Bedeutung kam dem Schloss als Geburtsstätte Philipp des Großmütigen zu, der 1527 in Marburg die erste protestantische Hochschule gründete. Auf seine Anregung führten Martin Luther und Ulrich Zwingli im Schloss das berühmte Marburger Religionsgespräch, das zur Spaltung der lutherischen und der reformierten Konfession führte.

Heute wird das Schloss, das seit 2007 Sitz der von Behring-Röntgen-Stiftung ist, vor allem für Ausstellungen des Marburger Universitätsmuseums für Kulturgeschichte sowie für kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen genutzt.

Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier.

 

 

Seite ausdrucken